Es ist allgemein bekannt, dass es zwei Systeme in der Krankenversicherung, nämlich die gesetzliche (GKV) und die private (PKV) Krankenversicherung, gibt. Und es gibt kein allgemein besseres und kein allgemein schlechteres System, die Systeme sind nur sehr verschieden mit ihren spezifischen Vor- aber auch Nachteilen. Man kann aber vorsichtigerweise sagen, dass der Kunde, der nur ein paar Euro Beitrag im Monat und dann auch noch in einem Billigtarif der PKV sparen möchte, in der GKV besser aufgehoben ist. Andererseits ist der Kunde, der eine sehr gute und umfassende medizinische Betreuung möchte, in der PKV in einem ordentlichen Tarif deutlich besser aufgehoben ist. Entscheiden Sie selbst, ob die GKV oder die PKV besser zu Ihnen passt.
Hanse Versicherungsmakler bietet neben den privaten Krankenversicherern auch die Vermittlung von einigen ausgewählten gesetzlichen Krankenversicherern an. Der Kunde hat dann die Möglichkeit, private Zusatzversicherungen zur Leistungsverbesserung der GKV abzuschließen. Denn: Es werden in der GKV nur Leistungen übernommen, die notwendig, ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und im Leistungskatalog stehen.
Was leistet eine private Krankenversicherung?
Eine private Krankenversicherung gibt es im Regelfall nicht von der Stange, denn so vielfältig wie der Markt ist, so vielfältig sind auch die Tarife und damit die Leistungen. Jeder kann sich seinen Versicherungsschutz im ambulanten, stationären und Zahnbereich mit entsprechenden Wahlleistungen und Zusatzleistungen entsprechend seinen Bedürfnissen und Geldbeutel zusammenstellen. Denn so vielfältig die Menschen sind, so vielfältig sind auch die Anforderungen an den Krankenversicherungsschutz. Zu den wichtigsten Wahlleistungen gehören beispielsweise Heilpraktikerleistungen, Einbett- oder Zweibettzimmer damit Sie im Krankheitsfall Ihre Ruhe haben, Chefarztbehandlung, erweiterte Vorsorgeuntersuchungen, Kurleistungen, Krankenhaustagegeld usw. Die Krankentagegeldversicherung mit unbegrenzter Leistungszeit gehört ebenfalls dazu.
Grundsätzlich leistet die private Krankenversicherung für alle medizinisch notwendigen Behandlungen, Medikamente, Verbandsmittel, Heil- und Hilfsmittel, stationäre Unterbringung, Zahnersatz usw.
Wichtig ist auch ein erträglicher Beitrag im Rentenalter. Dazu werden einmal von den Versicherern bestimmte Beitragsanteile aber auch zusätzlich noch den gesetzlich vorgeschriebenen Betrag von 10% des Grundbeitrages zurückgelegt, um damit später im Rentenalter die Beiträge zu subventionieren. Dass das auch möglichst gut klappt, hängt u.a. sehr stark von der Finanzkraft des gewählten Versicheres ab und sollte höchste Aufmerksamkeit erhalten. Aber auch der Versicherungsnehmer kann etwas tun und zusätzlich sog. Beitragsentlastungstarife abschließen. Und schließlich zahlt die gesetzliche Rentenversicherung auch an privat Versicherte einen Zuschuss in Höhe der gesetzlich Versicherten.
Die wichtigsten Kriterien bei der Tarif- und Gesellschaftsauswahl sollten die Beitragsstabilität (Finanzkraft) sein, welche Leistungen Sie zu welchem Preis erhalten bzw. nicht erhalten und wie hoch die Selbstbeteiligungen sind. Das zu beurteilen ist ohne die fachliche Hilfe eines ungebundenen, sachkundigen und professionellen Beraters für den Laien kaum zu bewerkstelligen. Lassen Sie sich nicht von billigen Lockangeboten blenden! Wer mit Beiträgen von 1€ pro Tag oder 57€ im Monat wirbt, verdient alles andere, aber nicht mein Vertrauen.
Wer braucht eine Krankenversicherung?
Grundsätzlich jeder, denn es gibt eine gestzliche Krankenversicherungspflicht. Doch nicht jeder, der sich privat krankenversichern möchte, darf in die private Krankenversicherung eintreten. Freiwillig versicherte Arbeitnehmer müssen mindestens ein Einkommen (inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld) über die jeweilige Jahresentgeldgrenze haben. Einfacher gestaltet sich dies bei Selbständigen. Hier gibt es keine Einkommensgrenze. Ebenso verhält sich das in der Ergänzungsversicherung bei beihilfeberechtigten Beamten bzw. Beamtenanwärtern. Hier ist die private Krankenversicherung fast immer sinnvoll, da die gesetzliche Krankenversicherung keine Verträge für Ergänzungsversicherungen anbietet – Sie müssten dann als freiwillig versichertes Mitglied den vollen Krankenkassenbeitrag (nicht wie sonst üblich nur den Arbeitnehmeranteil) alleine tragen.
Warum brauchen Sie eine Krankenversicherung?
Eine Krankenversicherung, gleichgültig ob privat oder gesetzlich, ist, wie oben bereits geschrieben, vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben. Unabhängig davon kann jeder krank werden. So lange Sie nur einen Schnupfen kriegen, mag ja noch alles beherrschbar sein. Was aber bei schwerwiegenderen Erkrankungen: Krebs, Nierenversagen, Diabetis, multiple Sklerose, Hüftgelenk-OP, Bandscheibenvorfall und so weiter. Die Kosten dafür kann ein Einzelner oft nicht mehr aufbringen. Daher ist eine Krankenversicherung eine existenzielle Absicherung und absolut notwendig.

