Privathaftpflichtversicherung

Was ist eine Privathaftpflichtversicherung?

Eine Privathaftpflichtversicherung leistet, wenn der Versicherte durch ein Missgeschick einer anderen Person einen Schaden zufügt und das auch, wenn mehr als nur das Handy, der Laptop oder die Kamera dabei kaputt geht. Entsteht beispielsweise ein Personenschaden leistet auch hier die Privathaftpflicht gegenüber dem Geschädigten. Damit ist die Privathaftpflichtversicherung eine der wichtigsten Versicherungen.

Worauf sollte ich bei einem Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung achten?

  1. Als aller erstes sollte eine ausreichend hohe Versicherungssumme gewählt werden. Diese sollte in einem persönlichen Gespräch mit dem Berater ermittelt werden.
  2. Vermögensschäden sollten ebenfalls ausreichend abgesichert sein und nicht leichtfertig unterschätzt werden.
  3. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Baustein Forderungsausfall mit abgesichert ist. Dieser Baustein trägt im Falle, das der Schadensverursacher keine Privathaftpflicht hat und den Schaden selbst ebenfalls nicht zahlen kann, die entstandenen Kosten.
  4. Für Beamte und bestimmte Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes ist darauf zu achten, ob eine Diensthaftpflicht ratsam ist oder sogar ausdrücklich benötigt wird.
  5. Es sollte ermittelt werden welcher Personenkreis abgesichert werden muss.
  6. Einige Gesellschaften bieten einen preisgünstigen Seniorentarif an.

Gut zu wissen ist ebenfalls, dass der Versicherungsschutz mit einem kostenlosen passiven Rechtsschutz beginnt. Hier prüft der Versicherer, ob ein gestellter Schadensersatzanspruch gegen Sie überhaupt rechtens ist oder nicht. Der Versicherer schützt Sie somit zusätzlich gegen unberechtigte Ansprüche. Im Falle eines berechtigten Anspruches leistet der Versicherer für Sie maximal bis zur gewählten Versicherungssumme.

Warum eine Privathaftpflicht für Sie wichtig ist?

Die Privathaftpflichtversicherung ist neben der Berufsunfähigkeitsversicherung die wichtigste Versicherung. Keiner ist gegen die Missgeschicke im täglichen Leben gefeit. Und wenn Sie dabei einem anderen Schaden zufügen, haften Sie dafür. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um entstandene Personen-, Sach- oder Vermögensschäden handelt. Die Forderungen der Geschädigten gegen Sie können solche Summen erreichen, die Sie selbst gar nicht mehr aufbringen können. Die mögliche Folge: Sie sind lebenslang Schuldner und damit sind alle Lebensträume geplatzt.

Da es immer mehr ärmere Menschen gibt, kann ein Schaden, den Ihnen jemand zufügt, für Sie zum Problem werden, wenn der Schadensverursacher nicht zahlen kann und keine Privathaftpflicht hat. Wer ersetzt Ihnen dann den Schaden? Keiner! Es sei denn Sie haben den Zusatzbaustein wie unter Punkt 3. erwähnt. Der Haftpflichtversicherer leistet dann, wenn Ihre Forderung nicht eingetrieben werden kann, also ausfällt (Forderungsausfall).

Man kann die Auflistung weiterer wichtiger Zusatzbausteine fortsetzen, Diensthaftpflicht für öffentlicher Dienst Mitarbeiter, Schutz für geliehene Geräte sowie Gefälligkeitshandungen.

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